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Was Mobile Wallet Marketing leisten kann

Die mobile Variante des Geldbeutels im Smartphone heißt Apple Wallet (Apple) oder Google Pay (Android). Wie im herkömmlichen Portemonnaie gibt es auch in der digitalen Variante Platz für Kunden- oder Bonuskarten. Haben sie den Weg in die Mobile Wallet gefunden, eröffnen sich neue Möglichkeiten der Kundenansprache und Kundenbindung, die auch für Verlage interessant sind.

Wer in der Vor-Corona-Zeit häufiger mit dem Flugzeug unterwegs war, der hat ihn sicher selbst schon genutzt: den digitalen Boarding Pass. Mit aktuell anpassbaren Infos zu Abflugzeit, Gate und Flugnamen ist er ein hilfreicher und etablierter Begleiter geworden. Ganz ähnlich funktionieren digitale Kundenkarten in der Mobile Wallet.

Mit wenigen Klicks wird eine digitale Kopie der Kundenkarte in der Wallet hinterlegt und ist sofort einsatzbereit. Sofern für die Validierung der digitalen Kundenkarte am Point of Sales nicht das „show me your card“-Prinzip gilt, besteht die Möglichkeit der datenbasierten Erfassung: entweder mit der NFC-Technologie oder durch das Scannen eines QR-Codes. Weil die Verteilung der digitalen Karte günstiger ist als die der Plastikkarte und die Kosten für die Herstellung entfallen, stellt die digitale Lösung eine echte Alternative dar. Zudem bietet sie spannende digitale Features, die einen Mehrwert schaffen. So besitzt die Mobile Wallet als vorinstallierte App weitgehende Rechte, wie die Ortung des Standorts oder das Versenden von Push-Nachrichten. Zwei für die Kundenansprache interessante Aspekte, die Konsumenten häufig verbieten, wenn es sich um eine eigens entwickelte Applikation handelt.

Gezielte Ansprache für mehr Engagement

So können Kundinnen und Kunden per Push-Nachricht auf aktuelle Aktionen hingewiesen werden. In Verbindung mit Location-based-Services sind zudem Relevanz und örtliche Nähe kombinierbar. Kommt noch die zeitliche Dimension dazu, indem zum Beispiel ein Angebot für Backwaren am Vormittag in einer bestimmten Filiale ausgespielt wird, ergeben sich daraus große Chancen, die Einsatzhäufigkeit der Karte signifikant zu erhöhen. Zusätzliche Motivation ergibt sich aus der Möglichkeit zur Aktualisierung. So kann der aktuelle Bonusstand direkt auf der digitalen Variante angezeigt werden oder es gibt beim Erreichen des nächsten Levels eine Belohnung, über die per Push informiert wird. Indem die Karte also digital „zum Leben erwacht“ und interagiert, gewinnt sie deutlich an Präsenz und stärkt die Kundenbeziehung zwischen Anbieter und Abonnentinnen und Abonnenten.

Kein Wunder also, dass erste Verlage konkret überlegen, wie sie die digitale Kundenkarte in ihr Kundenbindungsprogramm integrieren können. So sollen beim Medienhaus DuMont ab Sommer 2021 alle neuen Abonnentinnen und Abonnenten den digitalen Pass FORUM BLAU Bonus erhalten. Ein Beitrag mit Details zur Einführung ist für unseren nächsten Newsletter geplant…