„Kostenlos bis“: MADSACK führt Digital-Abo mit Time-Wall ein

Bildquelle: MADSACK Mediengruppe

Mit dem neuen „Plus“-Abo treibt die MADSACK Mediengruppe die eigene Digitalstrategie weiter voran. Für 2,49 Euro pro Woche erhalten Nutzer vollständigen Zugriff auf die Beiträge von insgesamt 15 Tageszeitungen der MADSACK-Gruppe. Neu und bisher einmalig in Deutschland ist die Einführung einer Time-Wall: In der ersten Stunde nach Erscheinen sind alle Artikel auch ohne Abonnement zugänglich.

Seit 1. Juli 2019 erhalten Nutzer mit dem neuen Digital-Abo „Plus“ für 2,49 Euro pro Woche Zugriff auf die exklusiven Inhalte der Leipziger Volkszeitung, der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, der Neuen Presse sowie 12 weiterer MADSACK-Titel. Bei Abschluss des Abos ist der erste Monat zunächst kostenlos. In dieser Zeit gilt es, potenzielle Abonnenten der regionalen Tageszeitungen zu überzeugen – bisher mit Erfolg. „Die vorläufigen Ergebnisse stimmen uns zuversichtlich: Guter Journalismus ist den Lesern etwas wert“, resümiert Bernhard Bahners, Chief Digital Officer bei MADSACK, die Anlaufphase des neuen Digitals-Abos.

Time-Wall soll Click-Zahlen erhöhen

Einzigartig unter den Abo-Modellen in Deutschland ist ein einstündiger Countdown: Nach dem Erscheinen des „Plus“-Artikels tickt die Uhr für eine Stunde, in der der Beitrag auch für Nicht-Abonnenten einsehbar ist. Nach Ablauf ist der Artikel den zahlenden Nutzern vorbehalten. Auf den Webseiten sind die entsprechenden Inhalte somit nicht nur als „Plus“-Artikel gekennzeichnet, sondern auch mit dem „Kostenlos bis“-Label versehen, das die genaue Uhrzeit angibt, zu der der freie Zugang abläuft. „Unsere Inhalte erzielen bereits in der ersten Stunde eine hohe Reichweite, indem sie zum Beispiel in sozialen Netzwerken geteilt werden“, erläutert Bahners. „Die Time-Wall bietet Lesern neue Anreize, um sich schneller und häufiger für ein Abo zu entscheiden, etwa im Vergleich zu üblichen Paid-Content-Modellen.“

Freemium liegt bisher vorn

Damit setzt MADSACK einen neuen Impuls, denn derzeit ist bei den Medienhäusern das klassische Freemium-Modell am beliebtesten. So stellen nach Angaben des Bundesverbands Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) 121 von insgesamt 228 Zeitungen exklusive Inhalte nur kostenpflichtig zur Verfügung. Dagegen setzen 47 Publisher auf eine Metered-Methode, bei der eine begrenzte Anzahl an eigentlich kostenpflichtigen Inhalten zunächst frei zugänglich ist. 31 Zeitungen kombinieren in einem Hybridmodell Freemium und Metered. Weitere 26 greifen auf eine harte Bezahlschranke zurück und nur drei setzen auf Freiwilligkeit und Spenden.

Nach den Angaben des BDZV, Stand: Oktober 2019

Meldungen bleiben kostenfrei

Auch bei den MADSACK-Titeln wird es weiterhin dauerhaft kostenfreie Inhalte wie Polizeimeldungen, Warnungen oder Veranstaltungsankündigungen geben, da hier zum Großteil Fakten aus anderen Quellen übernommen werden. „Sobald unsere Journalisten weitergehend recherchieren, erhalten diese Artikel ein Plus und fallen damit unter die Time-Wall,“ so Bahners. Frei bleibt dahingegen auch der Zugang zu den überregionalen Inhalten des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND), des „Sportbuzzers“ und des „Reisereporters“, die auf den regionalen Portalen der Tageszeitungen eingebunden sind. „Wir bieten unseren Lesern stets ein ausgewogenes Verhältnis an exklusiven und frei zugänglichen Inhalten“, erklärt Bahners zur inhaltlichen Ausrichtung der MADSACK-Tageszeitungsportale.