
GenZ verstehen: Deep Talk
11.02.2026 - Man kennt das: Eigentlich geht’s nur um den neuesten Tea. Wer mit wem, wer hat was gesagt, warum das schon wieder ein Thema ist. Und plötzlich nimmt das Gespräch eine Wendung in Richtung: „Okay, aber wie geht es der Person eigentlich damit?“ Zack, und schon ist man mitten im Deep Talk...
Deep Talk heißt schlicht: Gespräch mit Tiefgang. Es geht um Gefühle, Beziehungen, Werte. Es ist weniger „Was ist passiert?“ und mehr „Was macht das mit Menschen?“
Am häufigsten taucht „Deep Talk“ in privaten Gesprächen auf, etwa unter Freundinnen und Freunden. Gemeint sind Situationen, in denen man von Oberflächlichem auf Persönliches umschaltet. Das kann angekündigt („Lass mal Deep Talk machen“) oder rückblickend beschrieben werden („Wir hatten richtig Deep Talk“).
Gerade weil Deep Talk so stark auf das Persönliche zielt, taugt der Begriff gut als Denkansatz für den Lokaljournalismus: Die richtig guten Geschichten entstehen oft nicht auf der reinen Sachebene, sondern dort, wo sichtbar wird, was ein Thema mit Menschen macht. Sobald deutlich wird, wie eine Entscheidung den Alltag verschiebt oder warum ein Konflikt emotional so aufgeladen ist, ist man automatisch näher dran und die Geschichte gewinnt an Tiefe.







