Viele gute Signale für regionale Medienmarken

25.08.2026 - Die Score Media Studie „Zeitungsfacetten 2026“ sendet für regionale Medienmarken eine Reihe positiver Signale: hohes Vertrauen, starke Nähe zur Region, regelmäßige Nutzung und eine wachsende Bereitschaft, für journalistische Inhalte zu zahlen. Das ist eine gute Nachricht. Aber genau an diesem Punkt beginnt die interessantere Frage: Wie lässt sich aus diesem Rückenwind mehr machen?

Besonders aufschlussreich ist dabei ein Befund der Studie: Emotionale Nähe ist ein zentraler Treiber von Kundenbindung. Sie entsteht vor allem über regionale Themen. 51 Prozent der Leserinnen und Leser fühlen sich durch regionale Nachrichten stärker mit ihrer Region verbunden, 71 Prozent sagen, regionale Tageszeitungen gäben ihrer Region eine Stimme.

Genau darin liegt eine zentrale Stärke regionaler Medienmarken: lokale Themen, lokale Perspektiven und eine Sprache, die nah an der Lebenswelt der Menschen ist. Viele Verlage setzen zudem schon heute bewusst auf Community-Ansätze. Das stärkt Nähe, Vertrauen und letztlich auch die Zahlungsbereitschaft.

Die Herausforderung besteht nun darin, diese Nähe immer wieder in konkrete Nutzungserlebnisse und belastbare Beziehungen zu übersetzen. Denn emotionale Nähe ist die Grundlage von Loyalität, aber noch nicht ihre Garantie. Leserinnen und Leser müssen die Relevanz ihrer Medienmarke nicht nur anerkennen, sondern regelmäßig erleben.

Die nächste Aufgabe für regionale Medienmarken lautet deshalb: aus Vertrauen Beziehung machen, aus Beziehung Loyalität – und aus Loyalität stabile Zahlungsbereitschaft.

 

Studie

Weitere Informationen zur zugrundeliegenden Studie: Score Media, „Zeitungsfacetten 2026“.