Innenstadt erleben: Wie lokale Vielfalt zum Besuchsanlass wird

29.10.2026 - Über den Wochenmarkt schlendern, im Lieblingsgeschäft vorbeischauen und anschließend einen Kaffee trinken. Was einen Innenstadtbesuch besonders macht, entsteht häufig aus mehreren Angeboten.

Stadtmarketing- und Tourismusorganisationen arbeiten vielerorts bereits daran, diese Verbindungen zu stärken. Eine interessante Frage ist dabei, wie Besucher die vorhandene Vielfalt entdecken und für ihren Aufenthalt nutzen können.

Die CIMA Deutschlandstudie Innenstadt 2026/27, an der AVS als Partner beteiligt ist, liefert dazu Anknüpfungspunkte. Sie beschreibt die Bedeutung freizeitorientierter Besuchsanlässe und persönlicher Begegnungen für die emotionale Bindung an die Innenstadt.

Vorhandene Angebote gemeinsam erlebbar machen

Ein Kulturtermin, ein Restaurantbesuch und ein Einkaufsbummel können sich gut ergänzen. Aus Besuchersicht gehören sie zu einem Nachmittag auch wenn dahinter unterschiedliche Betriebe und Einrichtungen stehen. Hier können gemeinsame Empfehlungen ansetzen. Eine Veranstaltungsseite kann Gastronomie in der Umgebung vorstellen. Eine Tourist-Information kann einen Museumsbesuch mit Hinweisen auf lokale Geschäfte verbinden. So erhalten Besucher konkrete Anregungen, was vor oder nach ihrem eigentlichen Besuchsanlass möglich ist.

Auch öffentliche Plätze, Spielangebote und frei zugängliche Veranstaltungen gehören dazu, da sie einen Aufenthalt ohne Kaufabsicht ermöglichen.

Die Vielfalt ist vielerorts bereits vorhanden. Zusätzlicher Nutzen entsteht, wenn Besucher erkennen, wie die Angebote zusammenpassen.

Vom Sightseeing zum Liveseeing

Für Gäste sind gerade die Angebote interessant, die das lokale Leben ausmachen. Diesen Gedanken greift AVS-Geschäftsführer Rainer Saalfrank in seinem Fachkommentar zur Studie unter dem Begriff „Liveseeing“ auf. Im Mittelpunkt steht, einen Ort über seine Sehenswürdigkeiten hinaus zu erleben.

Für Tourismus und Stadtmarketing ergeben sich daraus gemeinsame Ansatzpunkte. Ein beispielhafter Besuch: Gäste nutzen mit ihrer Gästekarte ein Kulturangebot. Ergänzende Informationen machen auf ein Café und Geschäfte in der Umgebung aufmerksam. Dadurch wird auch das lokale Gewerbe Teil ihrer Entdeckungsreise.

Die Gästekarte schafft dabei den Zugang zu einer Leistung. Passende Empfehlungen eröffnen weitere Möglichkeiten für den Aufenthalt.

Karten und Gutscheine geben der Vielfalt einen Rahmen

Gästekarten und City-Gutscheine bündeln lokale Angebote mit unterschiedlichen Funktionen. Genau hier setzt die AVS mit ihren Lösungen an. Die von AVS entwickelte Gästekarte im Kurort Bad Kissingen verbindet beispielsweise den Zugang zu Kultur Angeboten mit Mobilitätsleistungen und weiteren Vorteilen. Für Gäste werden damit unterschiedliche Bestandteile ihres Aufenthalts über eine gemeinsame Karte nutzbar. Das Beispiel zeigt, wie Kultur, Mobilität und lokale Angebote aus Gästesicht zusammengeführt werden können.

Bei City-Gutscheinen spielt die Auswahl der Akzeptanzstellen eine wichtige Rolle. Die Studie zeigt: 38,6 Prozent der befragten Gutscheinnutzenden nennen Einsatzmöglichkeiten in Gastronomie und bei Freizeitangeboten als wichtigen Aspekt beim Einlösen. Ein branchenübergreifendes Netzwerk entspricht damit unterschiedlichen Interessen und Besuchsanlässen.

 

Ludwigsburg: Das Netzwerk stand bereits vor dem Start

Wie viel Vorbereitung in einem solchen Angebot steckt, zeigt unser Kunde Ludwigsburg. Bereits vor dem Start des gemeinsam mit AVS umgesetzten City-Gutscheins hatten die Verantwortlichen 130 Akzeptanzstellen gewonnen.

Damit stand von Beginn an eine breite Auswahl an Einlösemöglichkeiten bereit. Innerhalb der ersten drei Tage wurden rund 800 Gutscheine mit mehr als 60.000 Euro Guthaben ausgegeben – eine starke Resonanz auf das neue Angebot.

Die Startzahlen belegen die Nachfrage. Der Aufbau des Netzwerks verdeutlicht zugleich einen übertragbaren Ansatz: Die Gewinnung lokaler Partner ist ein wesentlicher Teil der Gutschein-Einführung. Unterschiedliche Akzeptanzstellen machen den Gutschein für verschiedene Anlässe nutzbar und eröffnen mehreren Betrieben die Möglichkeit, davon zu profitieren.

AVS stellt dafür die technische Grundlage bereit und begleitet Umsetzung und Betrieb. Die Partner vor Ort bringen die Betriebe zusammen und gestalten das gemeinsame Angebot.

Ein neuer Blick auf bestehende Stärken

Für den Austausch vor Ort kann eine konkrete Frage hilfreich sein: Welche Angebote werden bereits gemeinsam genutzt – und welche könnten sich ergänzen?
So wird aus der Vielfalt einer Innenstadt ein erkennbares Angebot für Besucher. Gemeinsame Karten- und Gutscheinlösungen können dafür einen konkreten Rahmen schaffen und Menschen dabei unterstützen, mehr von einem Ort zu entdecken.

Kontakt

Ihr Ansprechpartner

Thomas Leitmannstetter

Senior Sales Manager
Foto: Portrait von Thomas Leitmannstetter
Foto: Portrait von Thomas Leitmannstetter