Deutschlandstudie zeigt neue Potenziale für City-Gutscheine

44,5 Prozent besuchen mehr Geschäfte, 37,3 Prozent verbringen mehr Zeit in der Innenstadt: City-Gutscheine können das Verhalten von Innenstadtbesuchern spürbar verändern. Das zeigt die aktuelle Deutschlandstudie Innenstadt 2026/27 der CIMA.

Fast 70 Prozent der City-Gutschein-Nutzenden geben zudem an, aufgrund des Gutscheins etwas oder deutlich häufiger die Innenstadt zu besuchen. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass noch erhebliches Potenzial besteht: Rund die Hälfte der Befragten kennt City-Gutscheine bislang nicht.

Für Städte, Stadtmarketing und Citymanagement wird damit vor allem eine Frage interessant: Wie lässt sich die Wirkung von City-Gutscheinen gezielt weiterentwickeln und für die Innenstadt nutzen?

Als Partner der Deutschlandstudie hat AVS deshalb die Ergebnisse, die für unsere Branche besonders relevant sind, in einer eigenen AVS Sonderedition zur Deutschlandstudie Innenstadt 2026/27 gebündelt.

Vom Kaufanreiz zum Innenstadt-Erlebnis

Die Ergebnisse der Deutschlandstudie zeigen: City-Gutscheine beeinflussen nicht nur das Kaufverhalten, sondern auch Aufenthaltsdauer und Besuchshäufigkeit. Damit wird deutlich, dass ihr Potenzial über den unmittelbaren Kaufanreiz hinausgeht.

Die zentrale Frage lautet deshalb nicht mehr nur, wie Menschen in die Innenstadt kommen, sondern auch, was sie dort erleben. Denn attraktive Innenstädte entstehen dort, wo Handel, Gastronomie, Kultur, Freizeit und Tourismus nicht isoliert nebeneinanderstehen, sondern miteinander wirken.

Gerade hier eröffnet sich für City-Gutscheine eine zusätzliche Perspektive: Sie können Teil einer gemeinsamen Infrastruktur sein, die unterschiedliche Angebote verbindet und für verschiedene Zielgruppen neue Nutzungsmöglichkeiten schafft.

Liveseeing statt Sightseeing

Besonders an der Schnittstelle von Tourismus und Innenstadtentwicklung wird dieser Netzwerkgedanke relevant. Gäste erleben eine Stadt schließlich nicht in getrennten Kategorien: Wer eine Sehenswürdigkeit besucht, geht vielleicht anschließend essen, entdeckt ein lokales Geschäft oder nutzt ein Freizeitangebot.

AVS-Geschäftsführer Rainer Saalfrank bringt diese Perspektive unter dem Leitgedanken „Liveseeing statt Sightseeing“ zusammen: Entscheidend ist nicht nur, Menschen in eine Stadt oder Region zu bringen, sondern ihnen Möglichkeiten zu bieten, vor Ort am lokalen Leben teilzunehmen.

Digitale Gästekarten, City-Gutscheine, Mobilitätsangebote sowie Freizeit-, Kultur- und Handelsangebote können dabei unterschiedliche Zugänge schaffen. Werden sie stärker zusammengedacht, entstehen vernetzte Strukturen, die das Innenstadt-Erlebnis erweitern und verschiedene Akteure miteinander verbinden.

Was die Sonderedition genauer beleuchtet

Die AVS Sonderedition zur Deutschlandstudie Innenstadt 2026/27 fasst gemeinsam mit der CIMA gezielt die Ergebnisse zusammen, die für Stadtmarketing, Citymanagement und weitere Innenstadtakteure besonders relevant sind.

Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem die Fragen, welche Faktoren die Nutzung und Bekanntheit von City-Gutscheinen beeinflussen, welche Hürden ihrer Verbreitung entgegenstehen und welche Zielgruppen bereits besonders affin sind. Darüber hinaus zeigt die Sonderedition, welche Ansatzpunkte sich daraus für die Weiterentwicklung lokaler Gutschein- und Netzwerksysteme ableiten lassen.

So entsteht aus den umfangreichen Ergebnissen der Deutschlandstudie ein kompakter Blick auf genau die Themen, die für die Praxis vor Ort besonders spannend sind.

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Thomas Leitmannstetter

Senior Sales Manager
Foto: Portrait von Thomas Leitmannstetter
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