Der Parzeller Verlag bewegt sich: Nach dem Facelift für die Fuldaer Zeitung startet jetzt die Heimat-Karte

Bildquelle: Parzeller Verlag, Fulda

Mehr Hintergrund, mehr Meinung, mehr Wert. Dieser Slogan begleitet den Relaunch der Fuldaer Zeitung. Mit der neuen Heimat-Karte, die Ende September an die Abonnenten ging, erfüllt der Verlag einen Teil seines Versprechens nach „Mehr“. Mit einer praktikablen Lösung in Sachen Datenschutz hält der Verlag den bürokratischen Aufwand für sich in Grenzen und gibt stattdessen Gas bei der Markteinführung seines neuen Kundenbindungsinstruments.

Sie kommt ansprechend daher, die Heimat-Karte des Parzeller Verlages. Im edlen Dunkelblau mit weißer Schrift, die spürbar aufgedruckt ist. „Die Karte soll ihren Weg in den Geldbeutel finden“, begründet Christian Goldbach, der beim Parzeller Verlag unter anderem den Abonnementservice und –vertrieb leitet, das besondere Design. 70.000 Karten hat das Medienhaus versendet. Immer zwei pro Abonnement, denn „Männer und Frauen kaufen einfach unterschiedlich ein“, weiß Goldbach. Ob es sich um ein Vollabonnement, ein Abo fürs E-Paper oder ein Wochenendabo handelt, ist dabei übrigens egal, die Heimat-Karte bekommen alle Abonnenten.

Begutachtung im Lettershop von AVS (v. li.): Leonie Stumpf, Abomarketing Parzeller Verlag, sowie Sinja Riemenschneider und Leonie Schwarzer, beide Projektmanagement Heimat-Karte, kontrollieren den Andruck.

Eine einfache Lösung, die rechtlich sauber ist

Um möglichst viele Karten zum Einsatz zu bringen, hat sich der Verlag in Sachen Datenschutz intensiv beraten lassen. Per Beilage wurden die Abonnenten zunächst über die Heimat-Karte informiert und über den Umgang mit Daten sowie ihr Recht auf Werbewiderspruch aufgeklärt. „Dann verschickten wir die Karten inklusive den AGBs sowie den Datenschutzhinweisen“, erklärt Christian Goldbach. „Durch die Erstnutzung kommt nun der Vertrag zustande, ohne dass es weiterer Zustimmung bedarf.“ Dieses Vorgehen entlaste bei der Einführung der Karte enorm und sei dennoch absolut datenschutzkonform.

Maßnahmen werden mess- und dadurch steuerbar

Für die Mitarbeiter im Abomarketing bleiben trotzdem noch genügend Aufgaben. So begleitet eine Kampagne in der Zeitung via Anzeigen und redaktionellen Beiträgen die Einführung des Kundenbindungsinstruments. Ebenso wurde ein Beilagenmagazin erstellt, in dem die Karte erklärt und die Partner vorgestellt werden. „Wir sind mit großem Respekt an die Gewinnung von Partnern gegangen“, erinnert sich Goldbach. Zumeist seien die Rückmeldungen positiv gewesen, denn mit der Heimat-Karte soll ja auch der lokale Handel gestärkt werden. Doch gab es auch Fälle, in denen potenzielle Partner die Schwächung ihres bestehenden Systems zur Kundenbindung befürchteten und deshalb verhalten reagierten. „Wir starten mit 70 Partnern und haben die Akquise noch lange nicht beendet“, zeigt sich Christian Goldbach kämpferisch. Schließlich sei das Thema „Kundenbindung“ dem Verlag sehr wichtig. „Die intelligente Kundenkarte ist für uns ein sehr gutes Instrument, um Maßnahmen messbar zu machen. Damit können wir den Abonnenten sagen, wie viel sie gespart haben, unseren Partner, welche Aktion funktioniert und auch wir als Verlag wissen jederzeit, wie sich unsere Investition in die Abonnenten bezahlt macht.“