Digitaler Stress – Das sind die Ursachen!

Gesund digital arbeiten? Das Forschungsprojekt PräDiTec (Prävention für sicheres und gesundes Arbeiten mit digitalen Technologien) erforschte drei Jahre lang die Auslöser von digitalem Stress. Auch die AVS beteiligte sich als Projektpartner an der Studie. Nun sind die finalen Ergebnisse der Befragung von über 5.000 Erwerbstätigen bekannt:

1. Jede*r Fünfte digital gestresst

Die Studie zeigt, dass sich jede*r fünfte Befragte durch die Digitalisierung am Arbeitsplatz gestresst fühlt. Jede*r Achte empfindet die Belastung bei der digitalen Arbeit sogar als stark oder sehr stark belastend.

2. Are they watching me?

Als stärkste Belastungsfaktoren werden die Leistungsüberwachung durch die Nutzung von digitalen Technologien und Medien und die Verletzung der Privatsphäre genannt, da die Befragten zum Teil das Gefühl hatten, durch die moderne Technik zu einer gläsernen Arbeitskraft zu werden.

3. Weniger ist mehr!

Weniger Technologien = weniger Stress! Werden im Unternehmen wenige Technologien häufig genutzt, fühlen sich die Befragten weniger durch das digitale Arbeiten überfordert.

4. Digitaler Stress macht krank und unzufrieden

Bei Arbeitnehmer*innen, die sich durch digitale Arbeitsweisen extrem gestresst fühlen, kann das zu gesundheitlichen oder anderen arbeitsrelevanten Problemen führen. So geben Befragte an, sich durch starken digitalen Stress weniger produktiv, unzufrieden bzw. erschöpft zu fühlen oder sich deshalb sogar in einem schlechten Gesundheitszustand zu befinden.

5. Je innovativer, desto gestresster?!

Laut der Forschung sind besonders Arbeitnehmer*innen in innovativen Unternehmen mit hoher Kreativität und einer großen Risikobereitschaft von digitalem Stress betroffen. Arbeitnehmer*innen in Unternehmen mit ausgeprägten Hierarchien und bürokratischen Strukturen haben hingegen weniger digitalen Stress. Hier eine Übersicht mit Rahmenbedingungen, die digitalen Stress begünstigen bzw. ihm entgegenwirken:

Wer sich für die detaillierten Forschungsergebnisse interessiert, findet hier die „Studie zum Download“ oder kann über die „Anmeldung“ an der kostenfreien digitalen Abschlusskonferenz am 17. März 2021 von 14.00-17.15 Uhr des Forscherteams teilnehmen. Die Veranstaltung lädt mit spannenden Vorträgen zu den Projektergebnissen und einem lebhaften Austausch mit Profis aus Wissenschaft und Praxis ein.